Die Welt der Slaven – hanseatische Perspektiven: Slavistik an der Universität Hamburg

Etwa 300 Millionen Menschen nennen heutzutage eine slavische Sprache ihre Muttersprache. Sie leben auf einem großräumigen Territorium, das zur Erkundung, zu Exkursionen und Studienaufenthalten einlädt. Wie schon zu Zeiten der Novgorodfahrer bildet die Kenntnis der Landessprachen den Schlüssel zu den Menschen, vermittelt sie Einsichten über Land und Leute, über Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie hilft, Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede sichtbar zu machen. Ein Land wie das unsere benötigt dieses Wissen – nicht nur als weichen Standortfaktor, um erfolgreiche, gegenseitig vorteilhafte Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen, sondern auch und vor allem, um vor dem Hintergrund einer wechselvollen Geschichte Wissen und Verständnis, Toleranz und Friedfertigkeit zu entwickeln. Hinzu kommt, dass viele Menschen, die heute in der Bundesrepublik leben, einen Teil ihrer Identität im Raum zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, zwischen Oder und Amur suchen.

Am Institut für Slavistik der Universität Hamburg führt dieser spannende Weg zum eigenen Ich und zum Ich der Anderen über die drei slavischen Sprachgruppen: Ostslavisch mit dem Schwerpunkt Russisch, Westslavisch mit Polnisch und Tschechisch, Südslavisch mit Kroatisch, Serbisch, Bosnisch und Slovenisch. Das Studium gabelt sich in zwei große Wegrichtungen, die sich immer wieder kreuzen und über große Wegstrecken sogar überschneiden: die Sprachwissenschaft und die Literaturwissenschaft. Beide profitieren von einer profunden Sprach- und Landeskundeausbildung. In beiden wird – wie in jeder Wissenschaft – immer wieder Neuland betreten, werden schmale Pfade angelegt und im Laufe der Zeit von den Lehrenden und Studierenden gemeinsam verbreitert. Dabei ergeben sich interessante Perspektiven wissenschaftlichen Arbeitens. In der Linguistik öffnet sich ein breites Spektrum an systemlinguistischer, sozio- und psycholinguistischer Forschung. Es hat über die slavischen Sprachen hinaus Bezug zur sprachenübergreifenden Allgemeinen Sprachwissenschaft, aber auch zu einer Vielzahl benachbarter Disziplinen bis hin zu Geschichte, Wirtschaft und Recht und interdisziplinären Forschungsbereichen wie der Interkulturellen Kommunikation. Das Slavistik-Studium in Hamburg ist modern, vielseitig und vielfältig kombinierbar. Wir laden herzlich dazu ein, es näher kennenzulernen.

Frau Marion Krause hält die Professur für slavistische Linguistik am Institut für Slavistik der Universität Hamburg inne.

Beratungsmöglichkeiten für Studieninteressierte: www.uni-hamburg.de/orientierung Allgemeine Informationsblätter zu verschiedenen Studiengängen, zur Bewerbung und zu vielen weiteren Orientierungshilfen für das Studium gibt es hier: www.uni-hamburg.de/merkblaetter Unter: "Was wie wofür studieren?" werden weitere Fachbereiche und Studienfächer der Universität Hamburg vorgestellt, um Berufsfindung und Studienfachentscheidung zu unterstützen. Seit dem Sommersemester 2009 werden diese Vorträge als Videocast für die Zentrale Medienplattform der Universität Hamburg, Lecture2Go, aufgenommen. Sie stehen unter dem Reiter Herunterladen in verschiedenen Formaten zum Download bereit. Zwischen dem Wintersemester 2006/2007 und dem Sommersemester 2009 wurden sie als Podcasts auf www.podcampus.de/wwwstudieren veröffentlicht.

Was wie wofür studieren?

Universität Hamburg
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Die Vorlesungsreihe Was wie wofür studieren? an der Universität Hamburg bietet Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe und anderen Studieninteressierten während der Vorlesungszeit die Möglichkeit, sich direkt vor Ort über die Inhalte verschiedener Studienfächer zu informieren.

Abwechselnd stellen dort Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Fachrichtungen ihr Studienfach mit Fachinhalten, Forschungsbereichen, Studienstrukturen, Berufsfeldern und -aussichten vor, um so zur Berufsfindung und zur Studienfachentscheidung beizutragen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Fragen zur jeweiligen Wissenschaft und zum Studiengang zu stellen.

Die Koordination der Veranstaltungsreihe übernimmt Dipl. Psychologin Amrei Scheller, zuständig für Schulkooperation und Juniorstudium an der Universität Hamburg.

::: „Was wie wofür studieren?“: www.uni-hamburg.de/wwwstudieren
::: „Was wie wofür studieren?“ bei Lecture2Go
::: Nützliche Informationen für Studieninteressierte: Orientierungsangebote der Universität Hamburg

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